Hexameron

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Der llardrische Glaube
- Das Hexameron -

Das llardrische Volk hat - wie in den Geschichstabhandlungen von Quirtosem Natok dem Jüngeren sehr gut nachzulesen ist – auch in religiöser Hinsicht vieles durchgemacht. Doch will ich an dieser Stelle nur wenig auf den alten Fleesich-Glauben oder den Glauben der Suwaté eingehen, sondern mich mehr dem heutigen Glauben widmen: der Glaube an das Hexameron.

Das Hexameron ist ein Pantheon von – wie soll es bei diesem Namen auch anders sein – sechs Göttern, welche in ihrer Gesamtheit ein Gleichgewicht darstellen. Auf die einzelnen Göttern gehe ich in den weiteren Schriften ein, hier möchte ich nunmehr auf die Kirche und die Geschichte des Glaubens näher eingehen:
Um das Jahr 150 kE herum begann sich dieser Glaube in der Gegend von Uschguri herum auszubreiten. Leider sind keine Schriften und nur wenige Legenden überliefert, woher dieser Glaube kam. Nachdem aber der alte Fleesich-Glaube überholt schien und die merkwürdige Götzenverehrung der Suwaté ohnehin kaum noch verbreitet war, begann in dieser Stadt sich mehr als nur eine Sekte zu bilden – der Glaube an das Hexameron sollte später (ca. 220 Jahre später) zum offiziellen Glauben des Chanats und das Verehren von Fleesich sogar verboten werden.
Recht schnell breitete sich der Glaube von Uschguri in alle Richtungen innerhalb des Chanates aus und fand breiten Anklang. Nicht nur Menschen, sondern alle Rassen fanden sich in diesem Glauben wieder und somit war es etwas, was sie wirklich vereinte – ein gemeinsamer Glaube. So war der Glaube an das Hexameron sehr wertvoll für die Entwicklung des Landes und nachdem auch der Khan davon erfahren hatte, förderte er diesen Glauben zunächst, bis er ihn gar zur „Staatsreligion“machte.

In der Kirche des Hexameron gibt es eine relativ flache Hierarchie, welche zumeist von den Menschen im Lande initiiert wurde: nach einer je nach Gottheit unterschiedlich langen Zeit des Novizentums, wird der angehende Gottesdiener dann zum Konduch geweiht. Diese Weihe bezieht sich stets auf einen einzelnen der sechs Götter, niemals auf alle Sechse. Diese normalen Geweihten im Range eines Konduch stellen die breite Masse der Diener der Götter dar. Eine höhere Position haben nur noch zwei Gruppen an Geweihten: die Tempelvorsteher und die Alach-Konduch der Götter.
Erstere sind – wie es der Name schon sagt – die Vorsteher der einzelnen Tempel. Da auch diese stets auf einen Gott bezogen sind, kann es durchaus vorkommen, dass ein Tempel, der Altäre und Schreine verschiedener Gottheiten beherbergt, auch mehrere Vorsteher hat. Dennoch sind diese Vorsteher, wenn auch sie mehr Einfluss haben mögen, immer noch normale Geweihte – Konduchi eben.
Allein die Alach-Konduch – wohl vergleichbar mit „Hochgeweihten“ oder dergleichen aus anderen Landen – sind die sechs höchsten Vertreter der Götter, neben dem Khan, welcher als oberster Verteidiger des Hexameron eine Sonderstellung einnimmt.
Es gibt, was aber sehr selten vorkommt, noch besondere Auszeichnungen innerhalb der Glaubensgemeinschaft, welche für besonders göttergefällige Taten und nicht nur an Geweihte vergeben werden können.
Besondere Erwähnung Bedarf auch die Bezeichnung "Kondaran": ein Kondaran ist eine Person, welche meist der Kirche sehr nahe steht, aber nicht zu einem Geweihten werden will oder kann. Er oder sie hält sich streng an den Kodex des einzelnen Gottes und ist nicht selten auch in diesem Sinne unterwegs. Hierunter fallen zum Beispiel viele der Tempelwachen, aber auch andere, welche sich dem Dienst eines Gottes verschrieben haben. Nicht selten findet man gerade bei den Kondarani die Tiefstgläubigsten einer einzelnen Gottheit.


Im weiteren will ich nun auf die einzelnen Götter zu sprechen kommen…