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Llardrien XI - Rückkehr zum Feld der Ahnen

(16.02.-18.02.2018)

Teaser:

Ein kalter Wind fegt über das Feld der Ahnen. Die Flamme einer einzelnen Kerze flackert am kargen Schrein in dessen Mitte. Ohne zu klagen zieht sich der einsame Pilger seinen Mantel enger um die Schultern und widmet sich wieder dem Gebet. Das Heulen des Windes kann einen wahren Pilger nicht erschüttern.

Der lange Schatten des Pilgers fällt bis zur Finsternis der riesigen Hartgräser am Rande des ehrwürdigen Schlachtfelds. Schmerzhaft grell brennt das Licht der Kerze in den Augen der Knochenfresser. Nur der Hunger in ihren Mägen brennt noch schmerzhafter. Doch nicht mehr lange. Ihre Blicke schweifen zu der riesigen Gestalt in ihren Reihen. Bald.

Selbst in der Schädelstube der Pilgerherberge ist das Heulen zu hören. Einige Pilger zucken ungewollt zusammen. Der Herbergsvater lächelt wissend. "Ja, seid nur froh, dass ihr da heute nicht draußen sitzt. Wenn euch die Kälte nicht kriegt, dann auf jeden Fall die Knochenfresser. Tja, das habe sie nicht erzählt, als sie von den Schätzen des Feldes der Ahnen erzählt haben, was? Oh, sicher, es gibt hier vieles zu finden, was dem einen oder anderen gutes Geld wert wäre. Doch die Frage ist, was euch da draußen finden würde. Immerhin, was nützen einem alle Reichtümer, wenn man sie doch nicht mehr ausgeben kann? Hehehe. Wie wäre es stattdessen mit noch einem Bier? Ihr bleibt ja wohl noch eine Weile."